11. Dezember 20159. Januar 2016

Kunstankäufe des Landes Salzburg seit 2013 | Teil 2

Insgesamt haben in den vergangenen Jahren 230 Künstler*innen Werke für einen Ankauf eingereicht, von 76 konnten Arbeiten erworben werden.

Die für die Auswahl verantwortliche Jury bestand seit 2013 aus Dr. Korbinian Birnbacher (Erzabt des Stiftes St. Peter und dort für die Kunst zuständig), Dr. Martin Hochleitner (Direktor des Salzburg Museum) und Dr. Antonia Hoerschelmann (Albertina, Wien). Die Juror*innen haben in den 3 Jahren jeweils in einer ersten Sitzung anhand von Fotos und Katalogen eine Vorauswahl getroffen; dann in weiteren Sitzungen und auch bei einigen gemeinsamen Atelierbesuchen in Salzburg und Wien Kunstwerke ausgesucht, die in diese Sammlung passen und sie bereichern.

Die Jury hat in ihrer Auswahl Wert gelegt auf ein breites Spektrum des künstlerischen Schaffens von Malerei über Zeichnung, Fotografie und Video bis zur Skulptur.

Antonia Hoerschelmann aus ihrer Sicht als Jurymitglied:
„…Vergleichbar dem ins Wasser geworfenen Stein, dessen Wellenkreisen sich weit über den See ausbreitet, wirkt das kreative Tun wechselwirksam weiter und weiter.
Demzufolge ist es ganz selbstverständlich, dass ich in Wien viele der hier in Salzburg verankerten Künstlerinnen und Künstler kenne, ob nun persönlich, weil mittlerweile in Wien niedergelassen, oder allein durch ihre Arbeiten. Und immer wieder erstaunt mich während unserer Arbeit hier in Salzburg, wie viele Künstler und Künstlerinnen, die ich aus ganz anderen, internationalen Zusammenhängen, kenne, ihre Wurzeln im Land Salzburg oder einen nahen Bezug zu Salzburg haben. …“

Die Ankäufe des Landes sind nur indirekt eine Anerkennung und Förderung für Salzburger Künstler*innen, vor allem dienen sie dazu, eine qualitätsvolle Sammlung aufzubauen. Es wird Kunst erworben, die sich bereits in Ausstellungen und Galerien bewährt hat. Sie soll einen zeitgenössischen und eigenständigen Ansatz aufweisen.

Seit den 50er Jahren sammelt die Salzburger Landesregierung Kunstwerke. Seit 1995 ist eine dreiköpfige Fachjury (jeweils für drei Jahre) dafür zuständig. Ein Großteil der Kunstankäufe des Landes steht derzeit Landesbediensteten für deren Büroräume zur Verfügung; auch in Sitzungszimmern und weiteren Bereichen des Landes sind Bilder gehängt und Objekte zu sehen. Die Sammlung des Landes Salzburg verschwindet also nicht in Depots, sondern ist teilweise auch öffentlich. Einzelne Werke aus der Sammlung sind auch immer wieder in Ausstellungen entweder der Landesgalerie oder auch in anderen Ausstellungsräumen und Museen zu sehen.

Beteiligte Künstler*innen

Alpine Gothic, Berthold Bock, Christina Breitfuß, Petra Buchegger, Jakob Maria Buchner, Gertrud Fischbacher, Cäcilia Gabriel, Herbert Golser, Erich Gruber, Bertram Hasenauer, Barbara Holub, Thomas Hörl, Dieter Huber, Moni K. Huber, Ursula Hübner, Elisabeth Junger, Franz Kapfer, Christa Kempf, Aglaia Konrad, Stefan Kreiger, Eric M. Kressnig, Markus Krön, Sigrid Langrehr, Franz Stefan Lun, Reinhart Mlineritsch, David Moises, Martina Mühlfellner, Wolfram Paulus, Andrew Phelps, Christiane Pott-Schlager, Oswald Putzer, Isabella Rauchenbichler, Sabine Schwaighofer, Markus Schinwald, Annelies Senfter, Johannes Steidl, Benoit Tremsal, Eva Wagner, Heidrun Weiler